Der Sternenhimmel im Februar 2019

Am Februarhimmel sind alle fünf von blossem Auge sichtbaren Planeten zu sehen. Vor Sonnenaufgang am Morgen finden wir Jupiter, Venus und Saturn. Am Abend ist der Mars nach wie vor zu sehen und ab Mitte Monat erhält er Besuch vom innersten Planeten Merkur. Die Wintermonate sind zudem ideal, einige helle Sternbilder des Tierkreises am Himmel zu finden.

Text Marc Horat

Der Planet Mars hat seit seiner besten Sichtbarkeit im letzten Juli viel von seinem rötlichen Glanz verloren. Nach Sonnenuntergang ist er aber in der ersten Nachthälfte nach wie vor prominent über dem Westhorizont zu finden. Zur Monatsmitte hin gesellt sich ein eher seltener Gast zu ihm: Der innerste Planet des Sonnensystems, der flinke Merkur wird in der zweiten Februar-Hälfte seine beste Abendsichtbarkeit des Jahres haben. Da er jeweils immer in der Nähe der Sonne steht, ist Merkur jeweils immer nur für ein paar wenige Tage wirklich gut zu sehen. Beste Voraussetzung für das Beobachten ist ein tiefstehender Westhorizont. Dort ist er dann in der Abenddämmerung als heller «Stern» auszumachen. Der Planet Merkur wird in diesem Jahr am 11. November im Zentrum stehen. Seine Bahn führt ihn dann nämlich direkt vor der Sonne durch, es kommt zu einem so genannten Transit. Durch die im Vergleich zur Erde stark geneigte Umlaufbahn ist dies ein seltenes Ereignis, welches wir erst im Jahr 2032 wieder beobachten werden können.

Venus, Jupiter und Saturn
Am Morgenhimmel finden wir nach wie vor die hell strahlende Venus. Vor Sonnenaufgang geht sie über dem Osthorizont auf. Der helle Jupiter ist bereits ein paar Stunden länger am Himmel und steht im Südosten. Im Laufe des Monats ist auch der Ringplanet Saturn wieder zu sehen. Er löst sich allerdings nur langsam aus der Dämmerung und die helle Venus ist in dieser Zeit eine wertvolle Aufsuch-Hilfe, auch wenn sich ihre Sichtbarkeitsdauer bis Ende Monat markant verkürzt.

Der Südhorizont am 15. Februar um Mitternacht über Luzern
Der Südhorizont am 15. Februar um Mitternacht über Luzern

Die Sache mit den Sternzeichen
Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe und Jungfrau – Dies sind bekannte Namen von Sternzeichen aus Horoskopen. Dahinter stehen aber reale Sternbilder, die wir am Himmel finden. Doch was haben diese beiden Dinge miteinander zu tun? Die Sternzeichen werden durch das Geburtsdatum festgelegt, genauer dadurch, in welchem Sternbild die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Oder besser gesagt vor 2000 Jahren stand. Seither hat sich die Richtung verschoben, in welche die Erdachse zeigt, so dass die Sonne heutzutage ein ganzes Sternbild versetzt ist. Unser Zentralstern wandert über ein Jahr gesehen natürlich nur scheinbar durch den Tierkreis, in Wahrheit bewegt sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn und somit ändert sich unsere Perspektive für den Blick in den Weltraum Tag für Tag. Alle Sterne, also auch diejenigen der Tierkreissternbilder, sind unglaublich weit entfernt und stehen im Weltraum in der Regel ebenfalls nicht beieinander, sondern in unterschiedlichen Distanzen zueinander und zum Sonnensystem. Aus wissenschaftlicher Sicht haben sie keinerlei nachweisbaren Einfluss auf das Leben hier auf unserer Erde, genauso wenig wie auch die uns viel näher stehenden Planeten, welche aber immer noch dutzende bis hunderte Millionen Kilometer von der Erde entfernt sind.

Als Faustregel sieht man das zugehörige Sternbild seines Sternzeichens etwa ein halbes Jahr später am Nachthimmel über dem Südhorizont. Im Winter sind die eingangs erwähnten Sternbilder des Tierkreises besonders gut zu sehen und stehen hoch am Himmel: Es handelt sich um die Sternzeichen, welche zu Geburtstagen im spätem Frühling und Sommer gehören. Das rote Auge des Stiers – der Stern Aldebaran – steht nach Sonnenuntergang über dem Süden. Mittels des hellen Sternbilds Orion lässt es sich einfach finden, der markante Himmelsjäger steht links unterhalb davon. Weiter gegen Osten kommen wir zu den Zwillingen: Mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux sind sie ebenfalls relativ leicht zu finden, selbst mit viel Umgebungslicht. Noch vor Mitternacht geht dann als Vorbote des Frühlingshimmels bereits der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus auf. Zwischen Löwe und Zwillingen findet sich der eher unscheinbare Krebs, in dessen Zentrum mit Hilfe eines Feldstechers ein schöner Sternhaufen zu sehen ist. In der zweiten Nachthälfte schwingt sich dann die Jungfrau über den Osthorizont. Ihr heller Hauptstern Spica macht sie ebenfalls leicht auffindbar.

Sternenkarte Februar 2019
Sternenkarte Februar 2019

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