Der Sternenhimmel im September 2018

Die «Planetenparade» der letzten Monate geht im September langsam zu Ende. Die markante Venus und der helle Jupiter verabschieden sich gegen Ende Monat langsam vom Abendhimmel. Nach wie vor sind aber der Mars und der Ringplanet Saturn bis in die Mitte der Nacht zu sehen. Die länger werdenden Nächte laden zum Sternebeobachten ein.

Text Marc Horat

Bis Ende Monat kann man in der Dämmerung nach Sonnenuntergang im Westen zwei auffällige Objekte ausmachen: Der «Abendstern» Venus und der Riesenplanet Jupiter werden sichtbar. Die Venus strahlt am 21. September gar am hellsten während der momentanen Sichtbarkeitsperiode. Mit Feldstecher oder einem kleinen Fernrohr ist zu sehen, dass sie – wie unser Mond auch – Phasen hat. Ihre Sichelgestalt wird von Tag zu Tag schmäler. Die Venus wandert von der Erde aus gesehen in dieser Zeit in Richtung Sonne, so dass sie gegen Ende Monat nicht mehr am Abendhimmel zu sehen sein wird.

Nachthimmel über Luzern (Panorama: Stefan Blaser)
Nachthimmel über Luzern (Panorama von Stefan Blaser)

Woher kommen aber diese Venusphasen? Wie alle Planeten oder Monde leuchtet auch die Venus nicht selbst, sondern sie wird von der Sonne angestrahlt. Da Venus ihre Runden um die Sonne innerhalb der Erdbahn dreht, sehen wir von unserem blauen Planeten auch von hinten auf die unbeleuchtete Seite der Kugel. Es ist alles eine Frage der Perspektive, genau wie dies auch bei unserem Mond der Fall ist. Wenn wir einen Planeten wie Jupiter sehen, der weiter aussen im Sonnensystem seine Kreise zieht, sehen wir immer die voll beleuchtete Seite.

Nach dem Eindunkeln fällt der rote Planet Mars über dem Südhimmel auf. Dessen Helligkeit nimmt zwar im Laufe des Monats stark ab, aber er ist nach wie vor heller als alle Sterne am Himmel. Rechts daneben können wir den etwas weniger auffälligen Ringplaneten sehen. Gegen Monatsende gehen aber auch diese beiden bereits um Mitternacht herum unter den Westhorizont und sind in der zweiten Nachhälfte nicht mehr zu sehen.

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Der 23. September 2018 markiert einen von zwei Zeitpunkten im Jahr, an dem Tag und Nacht gleich lang sind – die Tagundnachtgleiche. Die Sonne geht dann exakt im Osten auf und genau im Westen unter. Für uns auf der Nordhalbkugel markiert dies den Herbstbeginn, während auf der Südhemisphäre der Frühling beginnt. Am Sternenhimmel sind daher auch die typischen Herbststernbilder Pegasus und Fische bereits nach dem Eindunkeln über dem Osthorizont zu sehen, während der Grosse Wagen tief über den nördlichen Horizont «fährt». Die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler, deren Hauptsterne das markante Sommerdreieck bilden, haben sich inzwischen bereits in Richtung Westen verschoben.

Sternenkarte September 2018
Sternenkarte September 2018

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