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50 Jahre Planetarium

28.06.2019

20 Tage vor der ersten Mondlandung, am 1. Juli 1969, eröffnete das Verkehrshaus der Schweiz das grösste und damals einzige Planetarium der Schweiz. Dieses Ereignis wird am nächsten Wochenende mit einem Spezialprogramm gefeiert. Gezeigt werden faszinierende Shows aus einem halben Jahrhundert Planetarium-Geschichte und zwei Konzerte veranstaltet.

Am Samstag, 29. Juni bis Sonntag, 30. Juni, werden faszinierende Shows aus einem halben Jahrhundert Planetarium-Geschichte gezeigt. Zudem werden zwei Konzerte das Jubiläumswochenende bereichern. Robot Koch hat mit seinem aktuellen Album SPHERE eine epische, dunkle und gleichsam eingängige und melodische Soundwelt kreiert, die den Zuhörer am Samstag-Abend mit auf eine Reise in die Weiten des Alls nimmt. Im Vorprogramm verzaubert Delhia de France das Publikum mit ihrer einzigartigen Stimme und die Besucher kommen in den Genuss einer Tanzperformance von «Moving Mountains». Am Sonntag präsentiert die die Sängerin Susanne Mecklenburg am Piano begleitet von William Hancox das Programm «Over The Moon: Klassischer Gesang, Musik und Geschichten reflektieren die Geheimnisse des Erdbegleiters.

Begeisterung für das Space Race
Am 1. Juli 1969 wurden die ersten neugierigen Gäste im damaligen Planetarium Longines, benannt nach dem grosszügigen Hauptsponsor, begrüsst. Gemeinsam mit dem ersten Verkehrshausdirektor Alfred Waldis eröffnete der US-Astronaut John Glenn 12.00 Uhr das Planetarium mittels Livekommentar via den Nachrichtensatelliten «Early Bird» aus New York. Glenn war der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreist hatte und war so der perfekte Botschafter für das erste Schweizer Planetarium, aber auch für ein bevorstehendes Weltereignis: die Landung des ersten Menschen auf dem Mond.
Die riesige Begeisterung rund um das Space Race zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten verhalf dem Planetarium zu einem langanhaltenden Popularitätsschub. Die Sternenprojektionen wurden zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt. Durch die guten Kontakte von Alfred Waldis zur Raumfahrt-Szene waren später viele weitere Astro- und Kosmonauten im Planetarium zu Gast. Darunter die Amerikaner Neil Armstrong und Charlie Duke, der Russe Vitali Sevastianov, der Schweizer Claude Nicollier oder Wernher von Braun, der Planungsdirektor der Nasa.

Feinmechanisch gesteuerte Projektion
Die technische Anlage machten das Planetarium schnell zu einem einzigartigen Ort. Dank der riesigen Projektionsfläche von 510 Quadratmetern und einem 2.5 Tonnen schweren Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss konnten bereits Ende der Sechzigerjahre tausende Sterne an den künstlichen Himmel projiziert werden. Der mächtige Projektor in der Mitte des Raumes diente zur Darstellung von fast 9000 Fixsternen und mit Hilfe von dutzenden Zusatz- und Diaprojektoren liessen sich auch Rundpanoramen, Sonnen- und Mondfinsternisse, Sternschnuppen und Kometen darstellen. Die Bewegungen wurden von Hand über ein Schaltpult mit 170 Knöpfen geregelt.

Flüge ins Weltall
Ende 2013 wurde der in die Jahre gekommene mechanische Projektor durch eine moderne, digitale Vollkuppelprojektion ersetzt. Das Sternentheater wurde zum Weltraumsimulator. Zehn Hochleistungscomputer ermöglichen seither dank fünf Projektoren virtuelle Flüge – live und interaktiv mit Publikum − zu Planeten, Monden und sogar über die Milchstrasse hinaus. Stets aktuelle Bilder der Nasa und der europäischen Weltraumorganisation ESA machen das virtuelle Universum mit 246 Plätzen noch heute einzigartig. Weder Zeitpunkt noch Ort der Himmelsbeobachtung setzen dem Planetarium Grenzen. Auch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte finden inzwischen unter der Kuppel statt. Erfolgreiche Eigenproduktionen (Patrouille Suisse & PC-7 Team 360°) und Kollaborationen in Lizenz mit zahlreichen Planetarien weltweit (Planetenwelten, LIMIT, Stella Nova, Dort draussen, Rosetta & Philae) sorgen dafür, dass das Planetarium im Verkehrshaus auch die nächsten 50 Jahre überraschend, faszinierend und lehrreich bleibt.

Chronik Planetarium
1. Juli 1969 Eröffnung mit klassischem Zeiss-Planetariumsprojektor, ermöglicht durch den Sponsor Longines (klassischer ZEISS-Planetariums-Projektor Vs)

Ab 1993 Einbau von rund 70 Diaprojektoren zur Abbildung von Panoramen und kuppelfüllenden Standbildern (sog. Allskys)

1. Juli 2001 Ersatz der rund 120 Spezial- und Diaprojektoren durch Ergänzung des ZEISS-Planetariums-Projektors mit einem Volldom-Videosystem SkyVision von Sky-Skan (Playback-Video) und Einbau eines neuen Domes (AstroTec) und einer neuen Tonanlage sowie sicherheitsbedingte Anpassungen am Gebäude sowie neue Fassade mit Wärmeisolation

29. September 2013 Last-Light des Zeiss-Planetariums-Projektors von 1969 und des Volldom-Videosystems von 2001

Ab Oktober 2013 Umbau des Planetariums auf eine echtzeitfähige, digitale Projektion (Digistar 5 von Evans & Sutherland). Kuppel neu gespritzt, Einbau einer Lounge

1. Dezember 2013 Wiederaufnahme des Betriebes / parallel Vorbereitung eines neuen, live kommentierten, interaktiven Programmformates

Januar 2017 Upgrade von Digistar 5 auf Digistar 6 sowie Erneuerung der Rechner

September 2018 Auszeichnung des aktuellen Leiters Marc Horat mit dem «Jim Hashimoto-Award» für seine Arbeit in der Planetariums-Community

Juli 2019 Feierlichkeiten und Spezialprogramm zum 50-Jahr-Jubiläum

Burger
Olivier Burger
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