Von Göttinnen, Sternen und der Geburt der Astronomie führt von den ersten Himmelsdeutungen der Menschheit bis zur frühen Neuzeit. Sterne waren einst eng mit weiblichen Gottheiten, Mythen und kosmischen Ordnungen verbunden.
Ausgehend von Archäologie, Mythologie und frühen Himmelsbeobachtungen begegnen wir Persönlichkeiten wie En-hedu-anna, Aganice und Aglaonike, die für frühe astronomische Traditionen stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verdrängung weiblicher Gelehrsamkeit im europäischen Mittelalter – symbolisiert durch das Schicksal Hypatias. Gleichzeitig eröffnet der Blick nach Al-Andalus und in die islamische Welt faszinierende Perspektiven auf Frauen in Bildung und Wissenschaft, darunter Fatima al-Fihri und Lubna von Córdoba.
Mit der Aufklärung werden Frauen in der europäischen Wissenschaft wieder sichtbarer. Astronominnen wie Maria Winkelmann-Kirch, Émilie du Châtelet und Nicole-Reine Lepaute leisten wichtige Beiträge zur modernen Himmelsmechanik.
Den Abschluss bilden Wegbereiterinnen der modernen Astronomie wie Caroline Herschel und Mary Somerville, deren Arbeit den Weg für kommende Generationen von Wissenschaftlerinnen ebnete.
| Empfohlenes Mindestalter | 16 Jahre |
|---|---|
| Dauer | 90 Minuten |
| Türöffnung | 10 Minuten vor Beginn. Die Vorführung startet pünktlich. Nach Vorführbeginn ist kein Einlass mehr möglich. |
| Sprache | Deutsch |
Die Gesichter hinter der Vortragsreihe
Auch wenn die Leistungen der Astronominnen und Astrophysikerinnen oft unerwähnt bleiben, sind Frauen mit ihren herausragenden Entdeckungen und Erkenntnissen wegbereitend und entscheidend für unser Verständnis des Universums. Dies war der Impuls für Dorothea Holzschuh und Chris Kravogel diese Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen.
Christian Kravogel ist Elektroingenieur, Unternehmer im Bereich Gesundheits-IT und beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Astronomie. Seit mehr als drei Jahrzehnten vermittelt er astronomisches Wissen an Menschen jeden Alters und betreut heute als Mitglied von Astro Events zahlreiche Astronomieveranstaltungen. Seit 2025 erforscht er die Beiträge von Frauen zur Astronomie und ihre Bedeutung für unser heutiges Verständnis des Universums.
Dorothea Holzschuh, stellvertretende Leiterin des Planetariums, ist Astronomin und Wissenschaftsvermittlerin und macht seit mehr als einem Jahrzehnt in Planetarien, mit Teleskopen und mit purer Erzählkraft das Weltall, die darin steckende Astrophysik und unseren Platz im Universum erfahrbar. Ihr liegt es am Herzen, zukünftige Generationen an Wissenschaftlerinnen zu inspirieren und die Leistungen der Frauen in der Wissenschaft zu zelebrieren.
Zusammen lassen sie die Pionierinnen an der Planetariumskuppel lebendig werden – und laden Sie ein, neue Perspektiven zu entdecken und selbst nach den Sternen zu greifen.