Aktuelle Sonderausstellungen
Salon der Gegenwart
Sonderausstellung vom 28.05. – 24.08.2026
Vier Ausstellungsinstitutionen in der Zentralschweiz begrüssen im Sommer 2026 die Zürcher Künstlergruppe «Salon der Gegenwart»! Der «Salon der Gegenwart» ist eine lose Gruppe figurativ arbeitender Schweizer Künstler*innen, die 2014 von Giampaolo Russo in Zürich gegründet wurde. Akku Kunstplattform, Emmenbrücke, Galerie Stans, Hans Erni Museum, Luzern, und Tal Museum Engelberg zusammen, um mit Werken dieser Kunstschaffenden das Genre der gegenständlichen Kunst zu beleuchten.
15 Künstler*innen, davon sechs auf Einladung aus der Zentralschweiz, werden an der Ausstellung teilnehmen und so an verschiedenen Orten rund um den Vierwaldstättersee die Aktualität und Vielseitigkeit der gegenständlichen Malerei veranschaulichen: Urs Aeschbach, Stefan Auf der Maur, Corinne Güdemann, Anna Kramig, Andrea Muheim, Rosina Kuhn, Ercan Richter, Giampaolo Russo, Karoline Schreiber, Irene Bisang, Sepideh Nourmohammad Manesh, Miranda Fierz, Vera Mattmann, Rebekka Steiger, Lukas Salzmann. Alle Kunstschaffenden werden an den vier Orten mit Werken vertreten sein; die Acchrochagen stehen jeweils unter anderen Themen.
Die Schau im Hans Erni Museum widmet sich dem Thema Innen und Aussen; das kann der Blick aus oder in ein Gebäude, aber auch das Innere des Körpers und seine Umgebung sein. So führen die Beiträge zur Ausstellung auf einem wandlungsreichen Weg vom schützenden Inneren der Architektur aus und über das Bild hinaus.
Die Ausstellung wird von einer Broschüre und einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Bildlegende: Lukas Salzmann (1960): Siblings, 2024, © 2026 Künstler
Phantastische Flugobjekte
Sonderausstellung vom 18.06.2026 - 18.06.2028
Anlässlich der Erschliessung des Nachlasses des Grafikers Hans «Kü» Küchler (1929–2001) im und durch das Kunstmuseum Olten zeigt das Hans Erni Museum in Kooperation mit der Oltener Schwesterinstitution und dem Verkehrshaus der Schweiz unter dem Titel «Phantastische Flugobjekte. Hans Küchler und Verwandte» eine Schau zu den Flugmaschinen- und Flugzeugzeichnungen des Künstlers.
Diesem erfinderischen Werk werden in der Ausstellungen Objekte der imaginären Fliegerei aus der Sammlung des Verkehrshauses sowie Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Jürg Benninger (* 1966), Peter Chevalier (* 1953), Hans Erni (1909-2015), Valerie Favre (* 1959, Franz Fedier (1922-2005), David Fuhrer (* 1974)., Reto und Markus Huber, Huber.Huber (* 1975), Rosa Lachenmeier (* 1959), Wilhelm Morat (* 1954), Camilo Salvador Díaz de Villalvilla Soto (* 1976), Ursula Sax (* 1935), Roman Signer (* 1938), Daniella Tuzzi (* 1964), Peter Wüthrich (* 1962) und Robert Wyss (1925 – 2004) gegenübergestellt, die sich phantasievoll aus der Schwerkraft lösen und auch der Imagination von Betrachterinnen und Betrachtern Flügel verleihen.
So entsteht ein Panorama eines zentralen Aspekts der europäischen Kunst, der auch Hans Erni als Künstler und Hobbypiloten theoretisch und praktisch besonders interessiert hat. Die Ausstellung wird von einer Broschüre und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Bildlegende: Der fliegende Robert, aus: Der Struwwelpeter. Erste Schweizer Ausgabe, neu bearbeitet nach Vorlagen von Dr. H. Hoffmann, hrsg. von J. K. Schiele, Zürich: Globi Verlag, 3. Auflage 1947, Privatbesitz
Mythos – neu gedacht
Sonderausstellung vom 15.10.2026 – 28.02.2027
Das Hans Erni Museum zeigt in Zusammenarbeit mit der SGBK (Schweizerische Gesellschaft für Bildende Künstlerinnen) Sektionen Bern/Romandie eine Ausstellung exklusiv für Künstlerinnen zum Thema Mythos. Gezeigt
werden künstlerische Positionen aus der SGBK und Gäste aus der Luzerner Kunstszene, die sich mit dem Thema «Mythos – alte Geschichten , neue Formen» auseinandersetzen.
Bekannt sind die antiken Götter- und Heldensagen zum Beispiel von Homer oder Ovid. Sie sind Versuche früher Kulturstufen, Fragen nach dem Ursprung und dem Ende der Welt, der Entstehung der Götter und der Menschen und bestimmter Naturphänomene in Bildern und durch Personifikation darzustellen. Der Mythos lässt sich auch als Versuch erklären, Moralisches, Existenzielles, Grundsätzliches über den Menschen in Bezug auf sein Weltverständnis darzustellen. Aber auch in seiner zweiten Bedeutung bezeichnet der Mythos ein Weltverhältnis, das dem wissenschaftlich logischen wesentlich entgegengesetzt ist. Diese Ausstellung erforscht diese vielfältigen Interpretationen und Darstellungen des Mythos in der zeitgenössischen Kunst und regt so zur Diskussion an.
In der Gruppenausstellung eröffnen historische und moderne Mythenbilder ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart, Erzählung und Dekonstruktion, Symbolkraft und individueller Interpretation.
Dabei geht die Schau vom Werk des Hauskünstlers aus: Hans Erni (1909–2015) war nicht nur ein herausragender Schweizer Künstler, sondern auch ein bildmächtiger Erzähler. Seine Werke sind tief durchdrungen von mythologischen Figuren, antiken Themen und humanistischen Idealen – oft in Verbindung mit Technik, Wissenschaft und dem Menschenbild des 20. Jahrhunderts.
Mit Werken von Beatrice Bader, Ruth Baettig, Claudia Bucher, Krystyna Diethelm, Cornelia Egli, Monika Feucht , Barbara Freiburghaus, Elisabeth Fux, Meret Gaillard, Barbara Gut, Brigitte Haas, Alexandra Haeberli, Barbara Henning Marques, Kathrin Hofer, Patricia Jacomella Bonola, Christine Jenzer, Anne-Christine Kalbermatten, Monika Löffel, Marina Ortelli, Maria Petrushina, Ruth Righetti, Verena Romanes, Sabina Schwaar und Cecile Stadelmann.
Die Ausstellung wird von einer Publikation und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Bildlegende: Ruth Baettig: Auch ich in Berlin. Intervention mit Strassenschildern in Berlin, 2020 – 2023 © Künstlerin